Holger

Die Vorläufer dieser Seiten sind Ende der 90er Jahre einmal aus einem einfachen Grund entstanden: ich wollte wissen, wie man eine Homepage erstellt. Das Web gab es da erst seit ein paar Jahren, vorher war ich noch auf Compuserve unterwegs, dann auf AOL Online, und dann endlich kam das www, das weltweite Netz.

Ich kaufte mir das kleine gelbe Buch «html for dummies», dann suchte ich mir ein Thema. Fotografie ist seit meiner Kindheit meine Freizeit-Beschäftigung, sie begleitet mich, seit mir mein Vater im zarten Alter von 6 Jahren eine Kodak-Kamera schenkte, die mit 127er-Film und Fixfocus-Objektiv meine Welt festhielt.

Ich bin nie ein wirklich guter Fotograf geworden, dazu war ich wohl zu sehr Ingenieur. Mich interessierte die Technik oft mehr als das Bild, die Kamera mehr als der Film. Mir kam dann aber eine zweite Entwicklung des Webs entgegen: ebenfalls Ende der 90er wurde eBay populär. Eine Welt tat sich auf, Fotoliebhaber aus aller Welt kauften und verkauften ihre Kameras, Objektive und Zubehör untereinander. Für relativ kleines Geld hatte ich plötzlich Zugang zu Technik, die früher für einen Studenten oder jungen Familienvater unbezahlbar war (zumal es in den ersten Jahren auf eBay noch praktisch keine kommerziellen Händler gab, anfangs war das noch eine weitgehend private Handelsplattform).

Ich wurde am 1. April 1999 Mitglied bei eBay, kaufte und verkaufte alle möglichen Kameras und Objektive, probierte vieles aus, hielt meine Gedanken fest, und so ergab sich das Thema meiner ersten Gehversuche mit HTML und dem Web ganz von alleine: Fotografie.

Die alten Seiten, die ersten Berichte, fast alles davon ist mittlerweile in den Abgründen des Web verschwunden. Ich habe immer wieder mal das System gewechselt, von reinem HTML, mit dem Editor von Hand geschrieben, vollkommen frei von Hilfsmitteln, bis zur heutigen Version auf WordPress, mit vorgefertigten Themen und wunderbaren Tools.

In diesen über 25 Jahren hat sich die Fotografie vollständig verändert: von der rein analogen Welt ist ausser ein paar kümmerlichen Resten nichts geblieben, die digitale Fotografie ermöglicht Bilder, die vor 20 Jahren undenkbar waren. Trotzdem habe ich nach vielen Jahren der digitalen Fotografie, der immer mehr Megapixel und RAW-Dateien, auch die Liebe zur analogen Fotografie wieder entdeckt, zum Negativ, zum Bild, das nicht perfekt, aber dafür charakteristisch ist. Heute bin ich in beiden Welten daheim, ich bin nach wie vor mehr Ingenieur als Fotograf, und geblieben ist mir auch die Freude am Schreiben.

holger.ch ist nicht kommerziell, ich habe nichts von dieser Arbeit ausser der Freude, die mir das Schreiben wie das Fotografieren bedeuten und das Vergnügen, immer wieder mit Menschen in Kontakt zu kommen, die irgendwo auf unserem wunderschönen blauen Planeten ähnlichen Interessen folgen, die mein Leben bereichern und oft einen weit über die Fotografie hinausgehenden Austausch ermöglicht haben.

Lieber Leser, wenn es etwas zu kritisieren gibt, schick mir einfach ein E-Mail, und wenn Du Fragen hast, genauso. Und wenn ich Dir mit diesen Seiten etwas Freude bereiten konnte, dann erst recht 🙂

Besten Dank fürs Lesen und eine wunderbare Zeit wünscht

Holger Wahl