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Canon EOS 50e

Canon EOS 50e
Die Kamera
Das Daumenrad
Die Verlagerung des Autofocus
Die Spiegelvorauslösung
Allgemein
Handling
Autofocus
Augensteuerung
Kontrolle der Tiefenschärfe
Belichtungsmessung und -steuerung
Integrierter Blitz
Geräusch
Infrarot
Beurteilung
Individualfunktionen
Technische Daten

Ein Bericht über die Canon EOS 50e fällt fast schon in den Bereich Antiquariat. Im Frühjahr 2002 gab es noch einige ladenneue Restposten zu kaufen, obwohl die Kamera schon über ein Jahr vorher durch die EOS 30 (mit Augensteuerung) bzw. EOS 33 (ohne Augensteuerung) ersetzt worden war.

Für viele Anwender ist die 50e aber trotz dieses Generationswechsels eindeutig die bessere Kamera geblieben. Auch ich konnte zum Zeitpunkt des Kaufes zwischen dem neuen und dem alten Modell wählen, und meine Wahl fiel nicht alleine wegen der Kosten auf die EOS 50e (lediglich die Farbe des Gehäuses hätte mich fast bewogen, doch noch eine EOS 30 zu erwerben, die silberfarbenen Deckkappen der EOS 50e sind nicht jedermanns Geschmack...).

Vorteile EOS 30 gegenüber EOS 50e:

  • 7 AF-Messfelder im Sucher statt nur 3
  • schneller Autofocus, verbesserte Augensteuerung
  • Kontrolle der Tiefenschärfe über mechanischen Knopf statt Augensteuerung
  • 35 Messfelder für Belichtungsmessung statt nur 6
  • verbesserte Form, einfacher zu greifen
Vorteile EOS 50e gegenüber EOS 30:
  • dunkelrotes AF-Hilfslicht (statt weissem Licht bei der EOS 30)
  • etwas besseres Ansprechen bei wenig Licht
  • helleres Sucherbild
  • geringerer Preis
Alle weiteren Daten sind sehr ähnlich oder identisch (siehe technische Daten).

Ausschlaggebend für meine Entscheidung zu Gunsten der EOS 50e war vor allem das dunkelrote AF Hilfslicht. Da ich immer wieder auf Veranstaltungen und in Kirchen fotografiere, und das weitgehend ohne Blitz, bin ich auf eine unauffällige und leise Kamera angewiesen. Die EOS 50e erfüllt dies fast perfekt: es gibt kaum eine leisere Spiegelreflexkamera. Die EOS 30 ist zwar noch ein kleines bisschen leiser, dieser Vorteil wird aber komplett zunichte gemacht, wenn bei ungenügendem Licht das AF Hilfslicht blendend weiss wie ein Blitz loslegt und mit seinem Geflacker die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Fairerweise muss man allerdings auch sagen, dass sich das Problem durch den Einsatz der Blitzgeräte Canon EX 380 oder EX 420 lösen lässt. Sie verfügen über ein rotes AF Hilfslicht, das dann automatisch von der Kamera verwendet wird. Da ich aber eher ein Anhänger der available light Fotografie bin, ziehe ich die permanente Verfügbarkeit eines roten AF Hilfslichtes dem am Blitzgerät vor.

Da die weiteren Daten bis auf die Belichtungsmessung und die Anzahl der AF-Felder fast identisch waren, habe ich mich für die EOS 50e entschieden. Was ich damals überhaupt nicht beurteilen konnte, war die Augensteuerung der EOS 50e. Die Vermehrung der Messfelder auf 7 Stück würde mich nach der Erfahrung, die ich zwischenzeitlich mit der 50e gemacht habe, heute wahrscheinlich anders entscheiden lassen, nämlich zu Gunsten der EOS 30 (wenn sie nur dieses verd..... Hilfslicht nicht hätte ...!). Mehr davon unten, schliesslich soll das kein Vergleichstest werden (womit auch, ich besitze ja nur die EOS 50e), sondern ein Erfahrungsbericht.

Die Kamera

Gegenüber der EOS 300 ist die EOS 50e ein ganzes Stück grösser. Ohne optionalen Batteriehandgriff ist sie jedoch immer noch eine ziemlich kompakte Kamera, die auch in kleinere Bereitschaftstaschen passt.

Die EOS 50e vereint die Vorteile der einfachen Modelle (300, 3000N) mit denen der professionellen Geräte: Grösse, Gewicht und Preis liegen näher an den Einstiegsmodellen, während die Ausstattung bereits die wichtigsten Elemente der Profi-Apparate beinhaltet. Im Unterschied zu diesen ist sie aber vor allem nicht weiter abgedichtet, so dass Einsätze bei Regen oder Staub nicht in dem Masse möglich sind wie mit einer EOS 3 oder EOS 1v.

Die vier wichtigsten Punkte zuerst: das grosse Daumenrad auf der Rückseite der Kamera, die Möglichkeit, den Autofocus - Start vom Auslöser auf die AE-Speichertaste zu legen, die Spiegelvorauslösung, und die Möglichkeit, bestimmte Kamerafunktionen individuell einzustellen (siehe hierzu die Liste der Individualfunktionen
.

Was das bedeutet, wurde mir erst bewusst, als ich mit diesen Eigenschaften arbeiten konnte.

Das Daumenrad

Das Daumenrad habe ich an meiner EOS 300 immer vermisst, und es war der Hauptgrund, auf die EOS 50e umzusteigen und bei Canon zu bleiben und auch, nicht zu Nikon zu wechseln.

Wer braucht das Rad überhaupt ? Jeder, der in die automatische Belichtungssteuerung der Kamera eingreift oder viel manuelle Belichtungseinstellungen vornimmt. Für alle anderen (d.h. die grosse Zahl der Amateurfotografen, die das Belichten sowieso der Kamera überlassen oder allenfalls über den Messwertspeicher beeinflussen) ist die EOS 300 wahrscheinlich die bessere Kamera, weil sie kleiner und leichter ist, vom Preis ganz zu schweigen.

Am besten beschreibt man die Vorteile des Daumenrades, indem man das Handling mit ohne Daumenrad darstellt. Das kleine zentrale Einstellrad vor dem Auslöser ist Bestandteil jedes aktuellen Canon Modells. Im Modus Programmautomatik wird mit dem zentralen Rad die Zeit-Blenden-Kombination geshiftet, das heisst, dass bei gleichbleibendem Lichtwert alternativ eine kürzere Zeit und eine offenere Blende, oder aber eine längere Zeit, dafür aber eine kleinere Blendenöffnung gewählt werden kann. So ist es mögich, trotz Vollautomatik mehr oder weniger Tiefenschärfe bei unveränderter Belichtung zu wählen.

Will man aber nun den von der Automatik gewählten Wert nicht nur shiften, sondern konkret verschieben, z.B. um eine bewusste Unter- oder Überbelichtung gegenüber dem von der Kamera ermittelten Wert zu erzielen, wird bei der EOS 300 ebenfalls das zentrale Einstellrad verwendet und gleichzeitig ein kleiner Knopf mit dem Daumen gedrückt.

Analog muss bei manueller Belichtung verfahren werden: das zentrale Einstellrad alleine verändert die Blende, die Zeit wird verstellt, indem dazu wieder das kleine Knöpfchen gedrückt wird.

Man gewöhnt sich zwar ein bisschen an die Drückerei, aber so richtig komfortabel ist das nicht. Und hier kommt das schöne grosse Daumenrad auf der Rückseite der EOS 50e (und der anderen grösseren Modelle) zum tragen:

Programmshift mit dem zentralen Einstellrad, Belichtungskorrektur mit dem Daumenrad. Fast gleichzeitig, und blitzschnell, weil kein Knopf ertastet werden muss.

Oder manuelle Belichtungseinstellung: das zentrale Einstellrad ist für die Blende zuständig, das Daumenrad auf der Rückseite für die Zeit.

Nach kurzer Gewöhnung bedient man die beiden Räder so zielsicher und automatisch, dass kaum noch Verwechslungen passieren oder Augenkontrolle notwendig ist.

Die Verlagerung des Autofocus

Per Individualfunktion CF 4 lässt sich der Autofocus vom Auslöser auf die AE-Speichertaste legen. So erfolgt das Scharfstellen nicht automatisch mit dem Andrücken des Auslösers, sondern erst, wenn die AE-Speichertaste gedrückt wird. Diese befindet sich gut erreichbar auf der Rückseite rechts oben. Im Gegenzug wandert die Belichtungsspeicherung in den Auslöser.

Der Vorteil kommt vor allem mit USM - Objektiven zum Tragen. Bei diesen Objektiven muss für die manuelle Scharfstellung nicht zwischen AF und MF umgeschaltet werden, sondern es kann jederzeit direkt über den Einstellring manuell eingegriffen werden (da keine direkte mechanische Verbindung zwischen Antrieb und Ring besteht). Den AF/MF-Schalter gibt es an diesen Objektiven trotzdem, da ja z.B. bei der EOS 300 der Autofocus nicht von der Auslösetaste genommen werden kann, und für manuelle Fokussierung der AF lahmgelegt werden muss, damit nicht bei jedem Andrücken der Auslösetaste die manuelle Scharfstellung wieder durch den AF korrigiert wird.

So kann dann durch Antippen der AE-Speichertaste per AF scharfgestellt werden, die Schärfe aber manuell sofort noch einmal korrigiert werden, ohne das Auge vom Okular zu nehmen. Auch kann mehrmals per Antippen des Auslösers die Belichtung in verschiedenen Ausschnitten gespeichert werden, ohne dass die Scharfstellung dadurch veändert wird.

Für den Gelegenheitsfotografen ist hier wahrscheinlich zu viel Gewöhnung und Routine gefragt, für den Amateur aber, der seine Kamera häufig benutzt, ist das eine wunderbare Eigenschaft. Damit lassen sich die Vorteile der automatischen und der manuellen Scharfstellung mitteinander verbinden, vorausgesetzt, man verwendet USM - Objektive.

Die Spiegelvorauslösung

Bei Aufnahmen, bei denen jede Vibration vermieden werden muss (Belichtungszeiten um 1/15 - 1/8 sec, Makro- oder Teleobjektive) hilft es enorm, wenn der Rückschwingspiegel vor dem eigentlichen Auslösen aus dem Weg geschafft werden kann. In dieser Klasse gibt es nicht viele Kameras, mit denen das möglich ist (Nikons F80 gehört auch nicht dazu), und so ist dies ein in meinen Augen wichtiges Kriterium, auch wenn es keine ganz richtige Vorauslösung ist: über die Individualfunktion 5 kann der Selbstauslöser so eingestellt werden, dass er beim Auslösen den Spiegel hochklappt, dann zwei Sekunden wartet, und dann erst auslöst. So lässt er sich nicht mechanisch blockieren oder länger hochklappen, für die meisten Situationen dürfte die Variante aber ausreichen.

Allgemein

Da dieser Bericht keine Bedienungsanleitung für die Kamera werden soll, werde ich nachfolgend zwar eine Reihe Ausstattungsdetails beschreiben, allerdings nur insoweit, als sie mir für die Beurteilung der Kamera wichtig erscheinen. Weitere Details finden sich (wieder mal auf Englisch) auf folgenden Seiten, sowie natürlich in der Anleitung zur Kamera und diversen Büchern.

Zurück zur Kamera im Allgemeinen. Was sofort ins Auge fällt ist der sehr klassische Aufbau der Bedienelemente. Links und rechts vom Prismengehäuse befinden sich zwei wunderbar grosse Drehknöpfe. Wie bei allen kleineren EOS Kameras wird über den linken die Belichtungsart eingestellt, allerdings hat der Knopf hier gegenüber der EOS 300 eine kleine Verriegelung, die dafür sorgt, dass man den Knopf nicht ausversehen aus der L-Position (Lock, also Kamera Aus) schieben kann. Um die Kamera einzuschalten (der Knopf ist damit gleichzeitig Hauptschalter) muss ein kleiner Metallhebel vor dem Drehknopf gedrückt werden, dieser gibt den Knopf selber dann frei. Die möglichen Funktionen sind identisch mit denen der kleineren Canons, d.h. einerseits Motivprogramme (Sport, Landschaft, Portrait, Makro), andererseits die sogenannten Creativprogramme, also Programm-, Zeit- und Blendenautomatik sowie manuelle Einstellung. Weiter kann der Modus 'DEP' eingeschaltet werden, mit dem die Belichtung so gesteuert wird, dass eine vorgewählte Tiefenschärfe erreicht wird (DEP steht für depth of field, zu Deutsch Tiefenschärfe). Ganz am Ende der Skala auf dem Drehknopf liegt noch CF (für die Einstellung der Individualfunktionen) sowie CAL für die Kalibrierung der Augensteuerung des Autofocus. Näheres zu den Einzelheiten später.

Unten am linken Drehknopf befindet sich ein weiteres Einstellrad, mit dem die Belichtungs-Messart gewählt wird. Canon schafft es bis heute nicht, in den kleineren Modellen eine Spot-Messung zu integrieren (Nikon hat mit der F80 eine, Minolta kriegt das sogar beim Einstiegsmodell Dynax 4 hin). So gibt es bei der EOS 50e nur die Mehrfeldmessung, die mittenbetonte Messung und eine Selektivmessung, wie Canon verschämt diese etwas dicke Spotmessung nennt (dabei werden 9.5 % der Bildfläche zur Messung herangezoten, der Bereich kann auch an den aktiven Autofocus-Punkt geknüpft werden).

Mit dem Drehknopf rechts vom Prismengehäuse wird die Autofocus - Steuerung eingestellt (vorausgesetzt, das Objektiv ist auf AF gestellt): One Shot (Auslöser blockiert, bis Bild scharf gestellt ist), AI Focus (wie One Shot, solange sich Motiv nicht bewegt, ansonsten automatisches Umschalten auf Schärfenachführung), und AI Servo (Schärfe wird nachgeführt, kein Blockieren des Auslösers).

Der Ring unterhalb dieses Drehknopfes steuert die Betriebsart der Filmvorspulung: Einzelbild (zwischen einem Bild und dem nächsten muss der Auslöser losgelassen und erneut gedrückt werden) oder Serienbild (Film läuft durch, solange der Auslöser gedrückt bleibt).

Rechts der Auslöser, dahinter noch das elektronische Einstellrad, rechts an der Seite des Gehäuses eine Buchse für die Kabelfernbedienung. Alles in Allem sehr übersichtlich und gut zu greifen. Das LCD-Display rechts oben zeigt die wichtigsten Betriebszustände an, sowie beim Einstellen der diversen Individualfunktionen deren aktuellen Stand.

Auf der Rückseite finden sich rechts oben zwei Druckknöpfe. Einmal die berühmte AE-Speichertaste (mit einem Stern * und CF gekennzeichnet), mit der der Messwert der Belichtungsmessung gespeichert werden kann, oder alternativ der Autofocus bedient wird. Das CF weist noch darauf hin, dass der Knopf bei der Einstellung der Individualfunktionen dazu dient, den Status jeder Funktion zu verändern.

Der zweite Knopf rechts von der AE-Speichertaste ist etwas kleiner und dient dazu, die Wahl des Focussierfeldes zu definieren (automatische Wahl, manuelle Wahl, Augensteuerung).

Dick mitten drauf liegt auf der Rückseite das Daumenrad (oder Schnelleinstellrad, wie es bei Canon heisst). Darüber liegt noch der Verriegelungshebel, mit dem es gegen versehentliches Verstellen blockiert werden kann.

Links davon befindet sich das Filmfenster sowie zwei weitere kleine Druckknöpfe, einer zur Filmrückspulung, ein weiterer für die manuelle ISO-Eingabe, die Rote-Augen-Funktion des Blitzes, Mehrfachbelichtungen, Blitzbelichungskorrektur sowie Belichtungsreihen und die Steuerung des Pieptons für die Bestätigung der Scharfstellung. Insgesamt also ziemlich viel für so einen kleinen Knopf, und damit automatisch alles Funktionen, die man wenig verwendet, weil sie so unpraktisch zu erreichen sind.

Handling

Die Kamera lässt sich gut greifen. Für Menschen mit grösseren Händen sogar wesentlich besser als die EOS 300. Ein grosser Griff auf der rechten Seite sowie die Lage der Einstellräder lassen eigentlich nur noch den alten Wunsch nach einem zentralen Ein-/Ausschalter an eben der selben Seite aufkommen (wie bei der 300 erfolgt dies über das Einstellrad der Belichtungsfunktionen, so dass immer mit der linken Hand und Sichtkontrolle eingeschaltet werden muss, während bei Nikon z.B. ein einziger Schalter neben dem Auslöser eine blinde Bedienung ohne Griffwechsel ermöglicht). Der Daumen fällt von alleine auf das grosse Daumenrad auf der Rückseite, es liegt selbst für Linksäugige so weit seitlich, dass es nicht mit der Nase berührt wird.

Beide Einstellräder neben dem Prisma lassen sich in ihrer zentralen Funktion selbst mit Handschuhen gut bedienen, dank ihrer exponierten Lage und einem griffigen Gummiring.

Wie bei der 300 auch war meine erste Anschaffung der Batteriehandgriff. Auch hier verfügt er über einen separaten Hochformatauslöser, auch hier leider über kein zweites Einstellrad oder eine Speichertaste, zusätzlich ist aber der Einsatz unterschiedlicher Akkus / Batterien möglich, was bei der 300 nicht der Fall ist. Ich selber habe sie bisher nur mit den normalen Walkman - Batterien verwendet, die Standzeiten hier sind hervorragend, vor allem, wenn der interne Blitz nicht benutzt wird.

Zusammen mit dem Batteriehandgriff bestellte ich ein Griffband aus weichem Leder, das unten rechts am Batteriehandgriff sowie an der rechten Trageöse oben befestigt wird. Beim Fotografieren selber bringt das Band nichts, im Gegenteil, beim Wechsel von Quer- und Hochformataufnahmen stört es eher, beim Tragen der Kamera ist es jedoch eine wunderbare Sache. Dabei bleibt die Kamera aufnahmebereit in der rechten Hand, man muss sie nicht fest greifen, weil das Griffband dafür sorgt, dass sie nicht wegrutscht, und im Gegensatz zum normalen Gurt muss man sie im Aufnahmefall nur hochreissen und ist sofort aufnahmebereit. Ausserdem stört das Griffband bei der Arbeit mit dem Stativ nicht, wo der normale Gurt immer mal irgendwo hängen bleibt oder vor Objektiv oder Blitz herumbaumelt. Um den Hals kann die Kamera damit natürlich nicht mehr gehängt werden, allerdings halte ich es grundsätzlich für besser, dann eine kleine Fototasche zu verwenden. Die lose Kamera am Gurt schwingt schnell einmal unkontrolliert herum und schlägt gegen einen Baum oder einen anderen festen Gegenstand, so dass sie in der Tasche besser aufgehoben ist, wenn man die Hände frei braucht. Ein weiterer Vorteil des Griffbandes wird deutlich, wenn man mit längeren Objektiven und einem grösseren Systemblitz unterwegs ist. Wo diese Kombination beim Gurt sowieso nicht mehr sicher im Gleichgewicht ist, kann man sie mit dem Griffband wesentlich sicherer halten als ohne. Erst kürzlich bin ich fast 3 Tage durchgehend mit einer solchen Kombination auf unserem Dorffest unterwegs gewesen, ohne Ermüdungserscheinungen und immer bereit (nur das Griffband war zum Schluss schweissnass).

Der Sucher ist zwar noch weit von dem einer EOS 1 oder Nikon F5 entfernt, lässt aber bereits einen besseren Einblick zu als der der EOS 300. Daher habe ich auch eine Okkularverlängerung, wie sie für die EOS 300 erhältich ist, hier nicht vermisst. Neben dem grösseren Sucherblickfeld wirkt er auch heller, so dass eine bessere Beurteilung des Motivs vor allem bei schlechtem Licht möglich ist. Die Sucheranzeige selber ist vollständig, in grüner Schrift wird unterhalb des Bildes alles gut sichtbar angezeigt, was für die Bildkontrolle notwendig ist (Zeit, Blende, Über- bzw. Unterbelichtung über eine Balkenanzeige, Fokus und ggf. Blitzbereitschaft und Selbstauslöser-Symbol.

Autofocus

Beim Autofocus schlägt die Stunde der neueren Modelle. Die EOS 300 (und damit natürlich auch das Nachfolgemodell der 50e, die EOS 30) verfügen über einen spürbar schnelleren und zuverlässigeren Autofocus als die 50e, zumindest solange es hell ist. Es mögen in der Realität nur Millisekunden sein, bei Motiven wie Sportlern oder Kindern fällt diese Verzögerung gegenüber der kleineren Canon aber deutlich auf. Wettgemacht wird diese Verzögerung zwar teilweise wieder durch die schnellen und leisen USM - Objektive, aber die sind auf der 300er genauso einsetzbar. Wer also seinen Schwerpunkt in diesen Bereichen hat, ist sicher mit einer EOS 300 oder 30 besser bedient. Zudem decken die 7 Messfelder der neueren Kameras einen grösseren Bereich ab als die 3 der EOS 50e. Hier hat die neue Generation der Kameras sicherlich einen grossen Vorteil.

Der Nachteil der neueren Modelle liegt jedoch darin, dass sie mehr Licht brauchen, um scharf stellen zu können. Zudem ist das Sucherbild der EOS 30 meines Erachtens etwas dunkler als das der EOS 50e. Nach allgemeinen Angaben in Internet sei das darauf zurückzuführen, dass Canon mehr Licht für den Autofocus abzweigt (wozu, weiss ich nicht, wenn gleichzeitig der Autofocus auch mehr Licht braucht als beim Vorgängermodell...). Für alle, die häufig in der Dämmerung oder in Innenräumen fotografieren, oder aber nicht mehr so gut sehen, kann daher die ältere EOS 50e die bessere Wahl sein.

Augensteuerung

Die Augensteuerung ist unter Canonisten ein herrlicher Zankapfel. Die einen halten das für ein Gimmick, eine Spielerei, die in erster Linie der Spielfreude und der Profilierung gegenüber anderen Marken dient, die anderen sind so begeistert von dieser Möglichkeit, dass sie keine Kamera mehr ohne Augensteuerung kaufen würden. Was genau tut die Augensteuerung, und wie kann man sie einsetzen ?

Im Prinzip geht es nur um die Wahl eines der Autofocus-Messfelder. Die meisten modernen SLR-Kameras verfügen über mehrere Felder, die einerseits durch ihre Anzahl einen möglichst grossen Bereich des Sucherfeldes abdecken und so auch aussermittige Objekte gut erfassen, andererseits durch verschiedene Ausrichtung (Erkennen von horizontalen und vertikalen Strukturen)auch schwierig zu erfassende Strukturen besser ermitteln sollen.

Im vollautomatischen Betrieb wird meistens der Sensor berücksichtigt, der das nächste Objekt misst, so dass ein Person vor einer Landschaft scharf abgebildet wird, und nicht die Landschaft dahinter. Dies funktioniert in den meisten Fällen ganz gut und zuverlässig.

In schwierigeren Fällen kann dann manuell auf das zentrale Feld umgeschaltet werden. Jetzt lässt sich die Schärfe einstellen, indem das gewünschte Objekt in die Bildmitte gebracht wird, die Einstellung durch Andrücken des Auslösers gespeichert und dann der endgültige Bildausschnitt gewählt wird. Schwierig wird dieses Verfahren, wenn die Zielobjekte für Belichtung und Schärfe nicht in dem selben Bildausschnitt liegen. Dann muss die Schärfe in einem Ausschnitt gespeichert werden, die Belichtungsmessung in einem anderen, und zum Schluss noch der richtige Bildausschnitt gewählt werden. All das ist möglich, immer wieder notwendig und oft praktiziert, aber genau bei solchen Aufgaben trennt sich die Spreu schnell vom Weizen, was Ergonomie und Layout der Kamera betrifft.

Alternativ lässt man alle Messfelder aktiv und aktiviert das gewünschte Messfeld manuell über einen Druckknopf (EOS 300) oder eine Art Schaltwippe (Nikon F80). Die Schaltwippe ist ein sehr gutes Hilfsmittel, mit dem Daumen schnell und ohne Sichtkontrolle zu bedienen. Ich habe sie nur einmal ausprobiert, es hat sofort einwandfrei funktioniert.

Noch besser wäre natürlich, wenn man nur dahin schauen müsste, wo die Kamera scharf stellen soll, ohne irgend etwas drücken zu müssen. Und das ist das Prinzip der Augensteuerung. Dabei "erkennt" die Kamera, wohin der Fotograf schaut, und aktiviert das am nächsten gelegene Messfeld. All das geht blitzschnell, praktisch ohne merkbare Verzögerung. Der Hund liegt jedoch offenbar im Detail begraben, nämlich der Kalibrierung. Da jedes Auge sich von anderen unterscheidet, und ausserdem Hilfsmittel wie Brillen oder Kontaktlinsen die Erkennung der Pupille verändern, muss die Kamera auf das Auge geeicht werden. Dazu wird das System kalibiert, die AF-Felder werden in einer vorgegebenen Reihenfolge anvisiert und bestätigt. Auf der EOS 50e sind drei Benutzerprofile möglich, ich selber benötige davon zwei, eines mit Brille, eines mit Kontaktlinsen.

Das erste Modell mit Augensteuerung war die EOS 5. Die Augensteuerung funktionierte nur im Querformat, die Kalibrierung war nicht immer sehr zuverlässig. So war diese Kamera einerseits der Pionier dieser Technik, hat andererseits aber auch etwas zum teilweise schlechten Ruf des Systems beigetragen.

Die EOS 50e beherrscht sowohl Quer- als auch Hochformat, mit ihren drei Messfeldern erfasst sie einen ziemlich breiten Bereich, aber keine Höhe (da die drei Felder nebeneinander liegen).

Das Nachfolgemodell verfügt schon über 7 Messfelder, den Vogel schiesst aber die EOS 3 mit insgesamt 45 Messfeldern ab.

Meine Erfahrung mit der Augensteuerung ist durchweg positiv. Bei Aufnahmen von Menschen, vor allem Kindern, Tieren oder anderen beweglichen Objekten ist die Scharfstellung in einer Geschwindigkeit und Qualität möglich, wie ich sie in älteren Systemen nicht kannte (für Landschaften und solche Sachen spielt sie dagegen keine Rolle, hier stelle ich nach wie vor manuell scharf). Nach Erfahrungsberichten anderer Nutzer scheint die Zuverlässigkeit der Augensteuerung aber auch sehr davon abzuhängen, wie fotografiert wird. Menschen, die mit zwei offenen Augen fotografieren, scheinen zuverlässiger gute Ergebnisse "auf den ersten Blick" zu erzielen als solche, die ein Auge zukneifen. Auch das Umgebungslicht spielt eine Rolle. Speziell mit Brille nimmt die Zuverlässigkeit meiner Erfahrung nach bei hellem Sonnenschein ab, wenn Lichtreflexe auf dem Glas oder am Gestell das System beeinflussen.

Insgesamt ist die Augensteuerung einer der Punkte, die mich bewogen haben, bei Canon zu bleiben (obwohl ich gestehen muss, dass das keine leichte Entscheidung war, Nikon und Contax fühlen sich einfach schöner an... aber arbeiten kann ich mit Canon besser).

Tiefenschärfenkontrolle

Ein wichtiger Unterschied zwischen der EOS 50e und der EOS 30 ist die Kontrolle der Tiefenschärfe. Während die EOS 30 über einen richtigen Knopf verfügt (übrigens auch schon die kleine EOS 300), der ganz einfach mechanisch mit dem Finger bedient werden kann, erfolgt das manuelle Abblenden bei der EOS 50e auch via Augensteuerung. Dazu gibt es ein kleines Feld links oben im Sucher. Blickt man einen Moment lang auf dieses, blendet die Kamera automatisch ab, so dass die Tiefenschärfe kontrolliert werden kann.

Anfangs fand ich diese Lösung zugegebenermassen ziemlich blöd, mittlerweile habe ich mich aber so daran gewöhnt, nichts mehr fummeln und keinen Knopf suchen zu müssen. Im Gegenteil, ich setze dieses Mittel wesentlich häufiger ein als mit der EOS 300, eben weil es nur einen Augenblick entfernt ist.

Belichtungsmessung und -steuerung

Die EOS 50e verfügt über 3 Möglichkeiten der Belichtungsmessung:

  • Mehrfeldmessung
  • mittenbetonte Integralessung
  • Selektivmessung (9%)
Die Mehrfeldmessung wertet die Belichtungsdaten der 6 Messfelder aus, vergleicht sie mit im Computer der Kamera gespeicherten Mustern und ermittelt so einen optimale optimale Belichtungskombination aus Zeit und Blende. In vielen Fällen (vor allem bei ausgewogenem Umgebungslicht) sind diese Daten tatsächlich brauchbar. Ich benutze die Mehrfeldmessung vor allem dann, wenn alles sehr schnell gehen muss und gleichzeitig keine extremen Gegenlicht- oder Licht-/Schatten-Situationen vorliegen, wie z.B. bei Veranstaltungen, Sport und Familie.

Der Nachteil der Mehrfeldmessung besteht meines Erachtens vor allem darin, dass der Fotograf nicht weiss, nach welchen Kriterien die Belichtungswerte ermittelt worden sind. Beispiel Gegenlichtaufnahme: hat die Kamera die Gegenlichtsituation auf Grund ihrer "Erfahrungswerte" erkannt, oder muss ich selber noch für etwas Überbelichtung sorgen ? Keine Ahnung, und die Kamera verrät es nicht.

Fotografen, die mit der mittenbetonten Messung älterer Kameras Erfahrung gesammelt haben, kommen damit in diesen Situationen trotz ebenfalls automatischer Belichtungseinstellung besser zurecht. Dabei erfolgt die Belichtungsmessung ebenfalls über alle sechs Segmente, es wird jedoch ohne eine Berücksichtigung der Lichtverteilung ein Wert ermittelt, der die Bildmitte stärker berücksichtigt als die Ränder, und dabei wie mit dem Handbelichtungsmesser nur auf die tatsächlich gemessene Lichtmenge Rücksicht nimmt. So lässt sich auf Grund des Motivs im Sucher relativ gut beurteilen, welche Lichter und Schatten die Messung beeinflusst haben, um ggf. eine Korrektur vorzunehmen. Die Kamera wertet das Ergebnis also nicht aus, sondern berücksichtigt lediglich das tatsächlich vorhandene Licht. Die Auswertung und ggf. Korrektur bleibt dem Fotografen vorbehalten.

In Fällen mit sehr hohen Helligkeitsunterschieden ist die Spotmessung ein optimales Hilfsmittel. Leider verfügt die EOS 50e genau über so etwas nicht, der etwas dicke "Spot" der Selektivmessung mit ca. 9 % Anteil an der Bildfläche kommt dem echten Spot jedoch einigermassen nahe. Wahlweise (per Individualfunktion 8) kann dieser Fleck auch mit dem aktiven AF-Feld verknüpft werden, egal ob manuell oder über das Auge aktiviert.

Angewendet wird die zentrale Messung, indem bei sehr hohen Kontrasten die einzelnen Bildpartien einzeln angepeilt und gemessen werden können, so dass der Fotograf selber dann einen entsprechenden Wert bestimmt. Man kann natürlich auch einen Bildteil anmessen, der dem 18% - Grau am nächsten kommt, den Messwert speichern und damit die Einstellung der Kamera überlassen, den endgültigen Bildausschnitt wählen und abdrücken.

Insgesamt habe ich mit der Belichtungsmessung der EOS 50e sehr gute Erfahrung gemacht. Das einzige wirkliche Manko ist die fehlende Spotmessung, aber die hat auch die neue EOS 30 nicht, unerklärlicherweise bleibt sie bei Canon den teureren Modellen vorbehalten.

Integrierter Blitz

Über den integrierten Blitz lässt sich nicht viel sagen. Ich benutze ihn fast nie, da er erstens zu schwach ist und zweitens zu dicht an der optischen Achse sitzt, so dass neben roten Augen auch ein ziemlich flaches Bild entsteht. Allerdings ist er immer da sehr praktisch, wo es keine Alternative gibt oder der schnelle Schnappschuss besser ist als gar kein Foto.

Mit Vollautomatik und einigen Motivprogrammen klappt der Blitz automatisch heraus, wenn die Kamera das für nötig hält, in allen anderen Fällen kann er über einen kleinen Knopf rechts vom Prismengehäuse manuell zugeschaltet werden. So lässt er sich tagsüber auch als Aufhellblitz verwenden.

Geräusch

Die EOS 50e ist eine der leisesten SLR Kameras auf dem Markt. Die EOS 30 kann es noch ein bisschen leiser, was den Filmtransport betrifft, in Sachen Spiegelschlag und Verschluss geben sich aber die beiden nicht viel. Am eindrucksvollsten ist das Rückspulen des Films. Im Standardmodus (leises Zurückspulen) ist das Geräusch nur bei ruhiger Umgebung zu hören, inmitten einer Veranstaltung oder nur mehrerer Menschen ist es nur noch wahrzunehmen, wenn man die Kamera direkt ans Ohr hält. Vor allem bei Aufnahmen in der Kirche oder ähnlichen Orten ist das sehr angenehm. Natürlich wird speziell durch den Spiegelschlag nicht das Niveau einer Messucherkamera wie der Leica M erreicht, aber wenn absolute Stille notwendig ist, dürfte eine SLR grundsätzlich nicht die richtige Wahl sein.

Infrarot

Hier spreche ich nicht aus eigener Erfahrung, möchte jedoch die Hinweise der Bedienungsanleitung sowie der Informationen in den Fotoforen weitergeben. Canon setzt zur Steuerung des Filmvorschubs eine Infrarot-Diode ein, so dass der Einsatz von Infrarotfilm nur bedingt möglich ist. Bei relativ unempfindlichem Material wie dem Infrarotfilm von Konica soll es aber trotzdem keine Probleme geben, es ist allenfalls mit einem kleinen Streifen am unteren Rand zu rechnen, der aber den Rest des Bildes nicht beeinflussen soll. Für Fotografen mit einem Schwerpunkt Infrarot ist die Kamera aber nicht unbedingt geeignet.

Beurteilung

Analog zur EOS 300 muss ich auch hier sagen, dass die EOS 50e mit das Beste ist, was man für diesen Betrag bekommen kann. Das gilt um so mehr gerade jetzt, wo die Kamera nur noch gebraucht erhältlich ist, aber im Gegensatz zu manchem Klassiker noch viele sehr junge, selten benutzte Geräte zu finden sind. Der Preis liegt dabei etwa um die Hälfte unter dem einer neuen EOS 30, so dass man bei verlässlicher Quelle durchaus eine gebrauchte EOS 50e selbst einer neuen EOS 300 vorziehen sollte.

In unserem Haushalt sind jetzt sowohl die EOS 300 als auch die EOS 50e im Einsatz. Ich benutze beide Kameras gerne, wobei ich die 50e immer dann vorziehe, wenn mit manuellen Korrekturen oder schwierigen Lichtsituationen zu rechnen ist, während die 300 vor allem bei Wanderungen oder Radtouren mitkommt, wenn eher leichtes Gepäck gefragt ist. Allgemein ziehe ich die 50e vor, weil sie für mich auch besser zu greifen ist, während meine Frau sich mit der zierlicheren 300 besser zurecht kommt.

Wer sich lieber an eine neue Kamera hält (Garantie, Zuverlässigkeit etc.) dürfte mit der EOS 30 ebenfalls eine herrliche Kamera haben. Bis auf den für mich persönlich kritischen Punkt des AF-Hilfslichtes und des leicht dunkleren Suchers hat sie gegenüber der 50e in allen Punkten zugelegt, vor allem beim Autofocus, entspricht aber im Bedienkonzept und Layout praktisch der 50e.

Alles in Allem also eine absolut empfehlenswerte Kamera.

Individualfunktionen

Anders als bei der EOS 300 lassen sich eine Reihe von Funktionen an der Kamera individuell einstellen. Zu den von mir am häufigsten genutzten gehören die Funktion Nr. 2 (Position des Filmanfangs nach dem Zurückspulen), Nr. 4 (Verlegung der AF-Aktivierung vom Auslöser auf die AE-Speichertaste) sowie Nr. 5 (Spiegelvorauslösung via Selbstauslöser). Nachfolgend die Liste aller Funktionen:

C01 Autom. Filmrückspulung (0 = leise, 1 = schnell)
C02 Position Filmanfang nach Rückspulung (0 = in Patrone, 1 = draussen)
C03 Art Einstellung ISO (0 = automatisch, 1 = manuell)
C04 AF-Aktivierung und Belichtungsspeicherung (siehe unten)
C05 Selbstauslöser und Spiegelvorauslösung (0 = normal, 1 = mit Spiegelvorauslösung)
C06 Syncro auf 2. Verschlussvorhang (0 = auf 1., 1 = auf 2. Vorhang)
C07 AF-Hilfslicht (0 = aktiv, 1 = ausgeschaltet)
C08 Verknüpfung AF Messpunkte mit Belichtungsmessung (0 = mit zentralem AF-Feld, 1 = mit aktivem AF-Feld)
C09 Blitzsyncro bei Zeitautomatik (0 = autom., 1 = fest 1/125 s)
C10 Blinken AF-Felder (0 = AF-Feld blinkt nach Fokussierung, 1 = blinkt nicht)
C11 augengesteuerte Kontrolle Tiefenschärfe (0 = aktiv, 1 = deaktiviert)

Bei Funktion Nr. 4 gibt es 3 Einstellungen (AF steht für Speicherung Autofocus, AE für Speicherung der Belichtungsmessung):
0 = AF durch Andrücken Auslöser, AE durch AE-Speichertaste
1 = AF durch AE-Speichertaste, AE durch Andrücken Auslöser
2 = AF durch Andrücken Auslöser, Kontrolle Tiefenschärfe durch AE-Speichertaste

Technische Daten

Zum Abschluss die wichtigsten technischen Daten. Die Details entstammen dem der Kamera beiliegenden Benutzerhandbuch. Weitere Informationen finden sich auf Canons Homepage, im Bereich Produkte sowie im Bereich Canon Camera Museum.

Objektivanschluss Canon EF Bajonett
Sucher Feststehendes Dachkant-Pentaprisma>
Bildfeld 90% vertikal, 92% horizontal
Vergrösserung 0.71-fach (Obj. 50mm auf Unendlich)
Standard-Dioptrien -1, Augenabstand 19.5 mm
Mattscheibe fest eingebaut
Belichtungs-Messbereich EV 1-20
ISO-Einstellungen ISO 6-6400 man. / 25-5000 DX
Belichtungskorrektur -/+ 2 Stufen in Halbstufenschritten
Belichtungsreihen autom. -/+ 2 Stufen in Halbstufenschritten
Mehrfachbelichtung Max. 9 Belichtungen
AF-Messbereich EV 0-18 (bei ISO 100)
Verschluss vert. laufender Schlitzverschluss
Verschlusszeiten 30 - 1/4000 s in halben Stufen, B
integrierter Blitz LZ 13 (bei ISO 100), Ausleuchtung 28 mm Objektiv
Blitzsyncronzeit max. 1/125
Abmessungen b 152.5 mm, h 104.5 mm, t 71 mm
Gewicht 590 g

Zur maximalen Blitz-Syncronzeit muss gesagt werden, dass der Wert 1/125 nur bei der Verwendung des internen Blitzes sowie allen älteren bzw. Nicht-EX-Blitzen gilt. Bei Verwendung der Blitzgeräte Canon EX380 und EX420 kann mit allen Zeiten bis zu 1/4000 s syncronisiert werden.

Dies ist die erste Version des EOS 50e - Berichtes. Er wird formal sicher noch überarbeitet, auch kommen noch Bilder hinzu. Möchten Sie benachrichtigt werden, wenn es weitergeht ? Oder habe ich Fehler gemacht, vermissen Sie wichtige Details ? Dann senden Sie mir bitte eine Nachricht, Sie erhalten dann ein kurzes Mail, wenn Neues auf diesen Seiten entsteht.

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