Fotografie - AugenBlicke

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Giger Museum Gruyere

Landihalle Basel

Manche Dinge wiederholen sich in jeder Generation. In den 70ern des letzten Jahrhunders (das hört sich richtig historisch an !) brach die erste Skateboard-Welle über Europa herein. Ich bekam ein einfaches Plastikbrett geschenkt, übte damit, bis es auseinanderfiel, und opferte dann mein gesamtes Sparschwein, um das Traumbrett aus den USA zusammen zu bauen: Brett von Gordon, Achsen von ACS Trucks, und Cryptonics Räder. Das optimale Brett für Strasse und Rollschuhplatz (ja, sowas gab es damals auch !), ein Rollbrett zum Fahren also.

Eine Generation später ist das Skateboard wieder da. Allerdings in etwas veränderter Form: härter, breiter, mit kleinere Rollen und steiferen Achsen, und so gar nicht mehr zum Fahren geeignet. Soll es auch nicht, denn jetzt ist das Springen angesagt ! Für die Strassenfreaks gibt's natürlich auch wieder Bretter, länger, schneller und komfortabler als mein altes Luxusteil, auch hier hat sich was getan.

Skaten ist aber nicht mehr nur Sport, sondern auch Lebensgefühl geworden. Protest gegen Etabliertes, eine Form von kollektivem Individualismus, einfach das, wozu früher mal die Friedensbewegung herhalten musste, zumal den Jungen in diesem Bereich kaum alte Hippies begegnen, weil die sich sämtliche Knochen brechen würden.

Während Skater sich fast überall nur auf der Strasse und in öffentlichen Anlagen austoben können, haben wir in Basel das Glück, auf eine riesige Halle zurückgreifen zu können: die Landihalle. Im Stadtteil Kleinhüngigen gelegen, mitten in einem Industriegebiet, haben Jugendliche einen alten Hallenkomplex der Landi (eine Kooperation der Landwirte in der Schweiz, ähnlich der BayWa in Bayern) zu einer riesigen Skatelandschaft umgebaut.

Der komplex umfasst zwei Hallen mit zusammen über 5000 m2: einer wunderschönen alten Holzkonstruktion, sowie einer zweiten, neueren Halle aus Beton. Beide sind sehr alt und heruntergekommen, gerade dadurch besitzen sie jedoch einen Flair, wie neue, kommerziell aufgebaute Sportanlagen ihn nie haben können. Auch ein Teil der alten Einrichtung ist noch vorhanden: der Lastenkran, ein altes Förderband, der alte Aufzug.

Ich habe versucht, ein paar Eindrücke von der Anlage festzuhalten. Das Licht war sehr schwierig, vor allem der Kontrast der dunklen Hallen und der hellen Fensterbänder im Inneren ist extrem.

Alle Bilder mit der Nikon F3 auf Ilford Delta 400, mit dem 28 mm / 3.5 und 50 mm / 1.4. Den Film habe ich in Ilford Ilfotec DDX nach Kochbuch entwickelt und mit dem Flachbettscanner eingescant.

Für ein grösseres Bild bitte jeweils auf die Miniansicht klicken.

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