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Giger Museum Gruyere

Basel

Basel ist ein Kleinod, das entdeckt werden will. Es präsentiert sich dem Betrachter nicht gleich bei der ersten Durchreise, im Gegenteil: der Transitreisende hat von Basel eher negative Eindrücke, weil die Autobahn und die Zugverbindungen sinnvollerweise nicht direkt durch die schönen Teil der Stadt gelegt wurden, sondern mitten durch die Industrie- und Chemiegebiete führen.

Das eigentliche Basel, die Altstadt sowie die vielen direkt angrenzenden Orte sind grösstenteils wunderschöne Orte, mehr an eine heimelige Kleinstadt erinnernd als an ein Zentrum der Chemie und Banken.

Dabei ist Basel eigentlich nicht gross: eine runde viertel Millionen Einwohner, eher wenig im Vergleich mit anderen europäischen Städten. Das Geheimnis liegt wohl in der geographischen Lage, am Dreiländereck zwischen Schweiz, Frankreich und Deutschland, und an seiner Wirtschaftskraft.

Schön ist Basel vor allem, weil es nie in einem Krieg zerstört wurde. So finden sich heute noch viele Häuser, die mehrere hundert Jahre alt sind, ganze Stadtteile, die sich kaum veränderten, während weiter im Norden vom 30jährigen Krieg bis zum zweiten Weltkrieg immer wieder alles zerstört und neu aufgebaut wurde.

Basel ist meine Arbeitsstadt, und so verbringe ich manche Mittagspause oder auch mal einen Abend mit der Kamera unterwegs in den engen Gassen der Altstadt, den Kirchen, den Museen, Industriegebieten, oder einfach nur am Rhein sitzend und die Menschen und Schiffe beobachtend.

Erste Bilder gibt es erst jetzt. Sie sind mit der Rolleicord entstanden, auf Ilford FP4 Plus Schwarzweissfilm, in Ilfosol S entwickelt (genau nach Kochrezept), und anschliessend auf dem Canon Flachbettscanner vergrössert. Alle Bilder Blende 16 bzw. 22, Belichtungszeit 2 bis 4 Sekunden, Stativ. Da es noch so wenige sind, werde ich erst einmal direkt auf dieser Seite beginnen, später kommen vielleicht Unterkapitel dazu, sollten es mehr Bilder werden.

Diese Bilder hier sind im Basler Münster entstanden, genauer im Kreuzgang, in dem offenbar viele alte Basler ihre letzte Ruhestätte gefunden haben, was sich in den vielen Tafeln, aber auch in den Skulpturen äussert. Besonders fasziniert hat mich der Totenschädel auf der Trommel, eine makabre Bronzeskulptur, die einem die Vergänglichkeit unser selbst vor Augen führt.

Sehr schön ist dagegen die Skulptur eines Marktstandes, Obst und Gemüse sehen aus, als könne man sie essen, aber die Farbe und die Kälte des Metalls wirken sonderbar, auch dieses wohl eher an die Vergänglichkeit als an die Lebenden, den wunderschönen Basler Rathaus- und Marktplatz erinnernd.

Mehr Informationen zum Münster und dem Kreuzgang selber muss ich erst ausfindig machen, die Details folgen später.

Für ein grösseres Bild bitte jeweils auf die Miniansicht klicken.



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