> Home

> Photography
Nikon F3
Tripods

> Fotografie
Picture Gallery
Tongrube
Natur
Nördlingen
Basel
Bäume
Landihalle
Zolli
Themen
• Leica M2
Nikon FM2n
Nikon FG
Nikon F3
Nikon F100
Canon EOS 300
Canon EOS 50e
EF 28/2.8
EF 50/1.8
EF 24-85/3.5-4.5
EF 28-105/3.5-4.5
Rolleicord Vb
B.I.G TWIN 4
Mamiya RB67
Olympus Mju II
Canon Digital Ixus
Stative
Filme
> Links
> CoffeeCup
> Quellen
> Kontakt
|
Fotografie
Fotografie
Kleinbild
Mittelformat
Warum Mittelformat ?
Warum Kleinbild ?
Warum befasst sich ein halbwegs vernünftig denkender Mensch überhaupt mit der
Fotografie und investiert dazu noch einen Haufen Zeit, der Allgemeinheit
hierzu etwas mitzuteilen, was wahrscheinlich ausser ein paar ähnlich Verrückten
eh niemanden interessiert ?
Keine Ahnung.
Fotografie ist Gestaltung: Malen mit Licht.
Fotografie ist aber auch Dokumentation. Im Gegensatz zur Malerei wird ein Abbild
der Wirklichkeit erzeugt (wenn sicher auch aus subjektiven Blickwinkeln).
Und zu guter Letzt ist Fotografie Technik. Puristen mögen das verteufeln,
aber selbst die Malerei kommt nicht ohne Technik und die Beherrschung derselben aus.
In der Fotografie geht die Technik sicher viel weiter, und der Markt hat zu
vielen Automatismen geführt, die den Fotografen bevormunden. Am Prinzip hat
sich dadurch jedoch nichts geändert: ein wunderbares Bild kann immer noch mit
einer uralten, rein mechanischen Kamera gemacht werden, während die neueste
Automatik-Kamera ohne das Wissen um die Grundlagen von Zeit, Blende und Licht
nur mittelmässige Ergebnisse bringen wird.
Die Bandbreite der Fotografie ist gross. Vom Sportfotografen über den Landschafts-
und Naturliebhaber, vom Journalisten bis zum Studiofotografen und reinen Künstler
reicht das Spektrum, aber auch die Mittel und Werkzeuge sind so unterschiedlich
wie die Menschen, die sich mit dem Thema befassen.
Schwarz-Weiss oder Farbe, Dia, Negativ oder Digital, Kleinbild, Mittelformat,
Grossformat... in der Kombination mit den möglichen Objektiven, Filmen und Zubehör
wird das Spektrum, das der Begriff "Fotografie" abdeckt, ziemlich
unübersichtlich.
Alleine aus Kostengründen dürfte daher die Konzentration auf einige wenige Bereiche
für jeden Fotofreund unumgänglich sein.
Technischer Schwerpunkte diese Seiten ist daher der Bereich Kleinbild sowie
Mittelformat.
Kleinbild
Verglichen mit APS ist Kleinbild eigentlich gar nicht so klein. Der Kleinbildfilm
hat eine effektive Höhe des Negativs von 24 mm, und bei normalen Kameras eine
Breite von 36 mm (es gibt Panoramakameras, die wesentlich breitere Bilder machen,
dies sind jedoch Sonderfälle, wenn auch sehr schöne).
"Erfunden" wurde das Format durch den Chefkonstrukteur von Leica, Oskar Barnack.
Er arbeitete seit 1911 als Leiter der Forschungsabteilung für Mikroskope bei
Ernst Leitz in Wetzlar. Als Hilfsmittel für die Belichtungsmessung beim Filmen,
einem damals wohl noch exotischem Hobby, baute er sich ein kleines Gerät, mit
dem er Probebelichtungen machen konnte. Dabei stellte er fest, dass die kleinen
Negativstückchen bereits ganz erstaunliche Vergrösserungen zuliessen.
Die Verdoppelung des Formates auf 24x36 mm war dann die Geburtsstunde des
Kleinbildfilms, wie wir ihn heute kennen, mitsamt der Perforierung.
1914 wurden ihm die notwendigen Patente in den USA erteilt, anschliessend
wurde das Prinzip weiterentwickelt, so dass mit der Leica I ein für den Laien
verständlicher, handlicher Fotoapparat auf den Markt kam und das Kleinbild
seinen Siegeszug antrat.
Die Leica ist heute noch die perfekte Kamera,
der Traum vieler Fotografen.
Mittlerweile wird sie als M6 gebaut, mit einem Messucher-System,das auch bei
schlechten Lichtverhältnissen leichte Entfernungseinstellung ermöglicht.
Parallel dazu sind mit der R6.2 und der R8 zwei Spiegelreflexkameras
verfügbar.
Das Format ist für den normalen Gebrauch optimal. Einerseits ist es klein genug,
so dass Kameras und Objektive handlich bleiben, andererseits gross genug, dass bei
entsprechend feinkörnigem Film auch grosse Vergrösserungen gemacht werden können.
Die enorme Verbreitung hat zu einem grossen Angebot und damit auch zu niedrigen
Preisen geführt, auf der Film- wie auf der Entwicklungsseite. Zudem sind sie an
praktische jedem Ort der Welt verfügbar.
Mittelformat
Das Mittelformat ist älter als der Kleinbildfilm. Und grösser. Genau 60 mm hoch,
im Gegensatz zu den 24 mm des Kleinbildfilms. Er hat keine Perforierung am Rand,
keine Patrone, die ihn schützt, sonder ist einfach nur eine Spule aufgewickelt
und mit einem Stück Papier zugeklebt. Damit der Film beim Einlegen nicht belichtet
wird, schützt ihn ein lichtdichtes Papier auf der Filmrückseite.
In der Breite der Negative unterscheiden sich die verschiedenen Mittelformat-
Systeme.
Das handlichste ist das Format 6 x 4,5 cm, kurz 645, für das derzeit auch eine
grosse Anzahl an neuen Kameras mit vielen Eigenschaften und Automatismen aus der
Kleinbildwelt auf dem Markt erschienen sind (Pentax, Fuji, Mamyia, Zenza Bronica,
um nur die wichtigsten zu nennen).
6 x 6, das quadratische Negativ, polarisiert. Die Einen halten nichts davon,
weil die meisten Bilder beim Vergrössern sowieso beschnitten werden und daher
gleich das Format 645 verwendet werden könne. Die Freunde des Quadrats geniessen
den Vorteil, erst im Labor den endgültigen Ausschnitt und die Orientierung
hoch/quer festlegen zu müssen, oder auch das ganze Negativformat auszunutzen.
Ein grosser Vorteil für Amateure liegt sicher darin, dass im Bereich 6x6 eine
grosse Anzahl an gebrauchten Einstiegskameras für das Mittelformat für wenig Geld
zu finden ist: Mamyia 33 / 330, Yashica Mat,
Rolleicord, Rolleiflex, und die
chinesischen und russischen Nachbauten. Nicht zu vergessen die Pentacon Six
aus der ehemaligen DDR, die vor allem in Deutschland eine weite Verbreitung hat,
ihre West-Schwester Exakta 66, sowie die armen Verwandten aus Russland, die
Kiev 66.
6 x 7 wird auch als Idealformat bezeichnet, weil es offenbar ohne Beschneidung
in das Breiten-Höhen-Verhältnis der Presse passt. Allerdings nehmen bei diesem
Format die Kameras bereits ganz stattliche Dimensionen und Gewichte an, so dass
man es hauptsächlich in den Studios der Sach- und Hochzeitsfotografen findet.
Rühmliche Ausnahme ist die Mamyia 7, eine Messucherkamera ähnlich der Leica M,
mit Wechselobjektiven und von relativ geringem Gewicht und Grösse.
Darüber rangieren noch die Formate 6x8, 6x9, 6x12 und 6x17. Herrliche Formate,
vor allem in der Landschaftsfotografie, die Kameras hierzu kosten jedoch entsprechend
viel, so dass sie hier nur am Rande erwähnt seien.
Warum Mittelformat
Das 6x6-Negativ ist (bei einem Netto-Negativformat von 56 x 56 mm) 3,6 mal grösser
als das Kleinbild-Negativ. Andersrum, selbst beschnitten auf gleiche Verhältnisse
Breite / Höhe muss das Mittelformat-Negativ für eine Vergrösserung auf 90x60 cm
(Posterformat) knapp 260 mal vergrössert werden, das Kleinbildnegativ dagegen ganze
625 mal. Damit wird jedes Korn, jeder Kratzer entsprechend grösser herausgehoben.
Das ergibt ein feineres Korn, eine höhere Schärfe und im Prinzip auch eine höhere
Farbsättigung.
Auch das Arbeiten im Mittelformat hat Vorteile, insbesondere, wenn der Lichtschacht
mit einer hellen Mattscheibe verwendet wird. Damit lässt sich das Bild wesentlich
besser komponieren als mit dem kleinen Sucher einer durchschnittlichen Spiegelreflexkamera.
Zwar ist alles seitenverkehrt (links/rechts vertauscht),daran gewöhnt man sich
jedoch schnell.
Und warum habe ich meine Spiegelreflex dann noch nicht umweltfreundlich entsorgt ?
Es gibt eben eine Reihe Situationen, in denen eine Mittelformatkamera auf Grund ihrer
Grösse, der fehlenden Brennweiten (zumindest im Fall der von mir verwendeten Kameras)
und vor allem der Zeit, die man benötigt, nicht optimal eingesetzt werden
können.
Auch sind die Bilder billiger, ein Diaprojektor für Kleinbilddias ist bezahlbar, und
eine CD mit einer digitalisierten Version des gesamten Films lässt sich für wenige
Euro mit der Filmentwicklung bestellen. Kosten, von denen man im Mittelformat
nur träumen kann.
Also ist das Ziel, jedes System dort einzusetzen, wo seine Vorteile zur Geltung kommen.
Kleinbild bei Familie, Sport, Tieren und Reise mit leichtem Gepäck, Mittelformat bei
formalen Bildern, Landschaft, Portraits und allen Themen, bei denen riesige
Vergrösserungen benötigt werden.
In diesem Kapitel möchte ich daher einerseits die fotografischen Themen behandeln,
andererseits Erfahrungsberichte mit der Ausrüstung liefern, die eingesetzt wurde, sowie
eine Auswahl der Bilder zeigen, die mit diesen Geräten aufgenommen wurden.
Über fundierte Berichte und Erfahrungen anderer Fotoliebhaber würde ich mich freuen,
siehe hierzu auch die Seite Kontakte.
Möchten Sie benachrichtigt
werden, wenn es weitergeht ? Senden Sie mir eine Nachricht,
Sie erhalten dann ein kurzes Mail, wenn Neues auf diesen Seiten entsteht.
Vielen Dank !
|