Panasonic Lumix DC-GX9

Die Panasonic GX9 ist eine der interessantesten Systemkameras für alle, die eine kompakte, extrem flexible und unauffällige Kamera suchen, d.h. vor allem für Reise- und Street-Fotografen. Sie kommt in verschiedenen Paketen mit oder ohne Objektiven und liegt preislich in der Region von besseren Einstiegs-DSLRs und des mittleren Fujifilm-Segmentes, um die direkten Konkurrenten zu nennen.

Panasonic Lumix DC-GX9 mit 12-32 mm und 35-100 mm Zoom

Speziell fallen drei Details ins Auge: der schwenkbare Sucher, der schwenkbare Monitor und die 5-Achsen-Bildstabilisierung im Gehäuse. Mehr dazu weiter unten.

Die Panasonic ist die erste Kamera mit einem Micro Four Thirds Sensor, die ich im grösseren Umfang nutzen konnte. Meine Haupt-Kamera ist die Nikon D750 mit ihrem grossen Sensor im FX (Voll-) Format, daher war ich besonders gespannt, wie sich die Sensorgrösse im aktuellen Stand der Technik auswirkt.

Randbedingungen

Die Panasonic DC-GX9 wurde mir von digitec.ch zum Test zur Verfügung gestellt. Weder komme ich in den Genuss irgendwelcher Vorteile, noch wird mein Text in irgendeiner Weise zensiert. Natürlich ist alles subjektiv, was ich hier schreibe, nämlich meine persönliche Erfahrung und Meinung zu dieser Kamera. Objektive Daten und aufwändige Testcharts können auf Seiten wie www.dpreview.com betrachtet werden, diese Seite empfehle auch auf jeden Fall für den technisch interessierten Fotografen als Ergänzung zu meinem Erfahrungsbericht.

Micro Four Thirds – Grundlagen

MFT, oder Micro Four Thirds, auch M4/3 geschrieben, das ist ein Standard für ein Objektiv-Bajonett und Sensor-Format, der von Olympus und Panasonic entwickelt wurde. Hervorgegangen ist er aus dem Four Thirds Format, das ab 2003 mit der Olympus E-1 am Markt verfügbar war. Four Thirds war noch für Spiegelreflex-Kameras konzipiert, der Abstand zwischen Bajonett und Sensor entsprechend gross, damit der Spiegel hoch- und wieder herunterklappen konnte. Micro Four Thirds wurde daher notwendig, um die Vorteile der spiegellosen Systemkameras nutzen zu können, nämlich den viel geringeren Abstand zwischen Bajonett und Sensor, da nun ja kein Platz für den Spiegel mehr benötigt wurde.

2017 stellte Olympus als letzter Hersteller die Produktion von Four Thirds Objektiven ein, seitdem gibt es nur noch MFT.

Warum MFT?

Der Grundgedanke hinter MFT ist ein sehr interessanter: ein kleinerer Sensor bedeutet kleinere effektive Brennweiten der Objektive, damit kann also ein Kamerasystem sehr kompakt gebaut werden. Da trifft insbesondere auf die spiegellosen Kameras zu.

Dank der Entwicklung in der Sensor-Technologie liefern diese kleineren Sensoren heute hervorragende Ergebnisse (man denke nur an die Bilder heutiger Smartphones mit ihrem Miniatur-Sensor, oder dem neuen de-facto-Standard für kleine Reise-Kameras wie der Sony RX100, der mit nur 1″ Diagonale noch wesentlich kleiner ist als MFT, dabei aber Bilder ermöglicht, die selbst für grosse Vergrösserungen und professionelle Publikationen verwendet werden).

Hier die verschiedenen Sensoren im (nicht massstäblichen) Grössenvergleich:

Gelb: Vollformat, (FX), 36 x 24 mm, 864 mm2
Grün: APS-C (DX Nikon, Fujifilm), 23.6 x 15.7 mm, 370 mm2
Blau: MFT (Panasonic, Olympus), 17.3 x 13 mm, 225 mm2
Violett: 1″ (Sony, Panasonic e.a.), 13.2 x 8.8 mm, 115 mm2

Flächenmässig bietet der MTF-Sensor also nur rund 1/4 der Fläche, die bei einer Nikon D750 belichtet werden kann. Ist er also knapp vier Mal (genauer: 3.8 Mal) schlechter?

Interessant ist, dass das analoge Mittelformat z.B. einer Hasselblad (58 x 58 mm) ebenfalls ziemlich genau 3.8 mal grösser war als das Kleinbild-Negativ (36 x 24 mm). Hier waren die Unterschiede eklatant, was vor allem damit zu tun hatte, dass die „Auflösung“ des Films ja pro Flächeneinheit immer gleich blieb, ein grosses Negativ also viel mehr „Megapixel“ aufwies als ein kleines.

Das ist bei MFT vs. FX anders: eine Panasonic DC-GX9 hat praktisch genau dieselbe Auflösung von rund 20 MP wie eine Nikon D5, immerhin das Topmodell in der Profiliga von Nikon. Anders als bei analogem Film kann die Auflösung des Sensors also keinen Unterschied in der Bildqualität liefern, hier kommt es nun ausschliesslich auf die Qualität des Sensors selber und natürlich vor allem auf die der Objektive an.

Und genau das ist es, was die kleinen Systeme auch für ernsthafte und sogar berufliche Fotografie so interessant macht.

Eine Besonderheit muss zum MFT-Format noch erwähnt werden: das Seitenverhältnis. Während die meisten anderen Sensoren in Kameras, egal ob APS-C oder Vollformat, im „klassischen“ Kleinbild-Seitenverhältnis von 3:2 daherkommen, ausgehend von den guten alten 36 x 24 mm des Kleinbild-Negativs, hat MFT, oder auch M4/3, ein Verhältnis von 4:3, ist also etwas bei gleicher Höhe weniger breit. Das ist dasselbe Verhältnis, das z.B. die neuen digitalen Mittelformat-Sensoren besitzen, die mit ihrem Sensor mit den Abmessungen von 44 x 33 mm arbeiten. Und das selbe Verhältnis, das alle Apple Tablets haben, das iPad. Womit die Bilder darauf später auch ohne schwarze Ränder betrachtet werden können.

Mir persönlich gefällt dieses Format sehr gut, ich habe schon in der analogen Fotografie das noch kürzere Format 6×7 der analogen Mittelformatkameras geliebt. Aber das ist Geschmackssache, jeder muss das für sich selber entscheiden. Zumal praktisch alle MFT-Kameras die Möglichkeit bieten, ein anderes Bildformat zu wählen, wenn es einem nicht gefällt.

Die Panasonic ist eine der neuesten Modelle in der MFT-Welt, und dazu ein besonders vielseitiges. Ich bin Fotograf, kein Video-Filmer, daher werde ich die Kamera primär unter dem Aspekt der Fotografie betrachten. Das ist insofern schade, als Panasonic immer schon im Video-Bereich sehr stark war und auch mit der GX9 wieder Möglichkeiten liefert, die auch anspruchsvolle Videofilmer zufrieden stellen dürften, während Olympus im MFT-Bereich eher auf die Fotografie konzentriert bleibt. Mit der GX9 ist jetzt aber wieder ein Modell bei Panasonic im Programm, dass auch für den Fotografen eine enorme Menge an Möglichkeiten bietet.

Panasonic verzichtet auf einen Anti-Aliasing-Filter, was grösstmöglicher Schärfe zu Gute kommt, dafür aber Moire bei Bildern zur Folge haben kann,  z.B. bei Stoffen oder anderen sehr kleinen, regelmässigen Mustern. Wichtig kann das vor allem für Menschen sein, die Bilder auf Leinwand fotografieren (Fotos von Gemälden für einen Katalog o.ä.), hier kann das extrem störend sein. Bei „normaler“ Kleidung von Menschen habe ich keine Probleme mit Moire gehabt. In der Regel überwiegt also der Vorteil grösserer Schärfe, das ist auch hier der Fall.

Aber kommen wir endlich zum eigentlichen Thema: der Kamera selber.

Das Gehäuse – Ausstattung und Handhabung

Das Gehäuse ist sehr kompakt, sicherlich an der Grenze dessen, was mit normal grossen Händen noch vernünftig zu bedienen ist. Es fühlt sich qualitativ sehr hochwertig und sehr „dicht“ an: das Metallgehäuse liegt dank der kleinen Griffeleiste vorne, vor allem aber dank des „Daumenhakens“ auf der Rückseite gut und sicher in der Hand.

Hier ist die GX9 (2. von links) im Vergleich zu sehen mit der Fujifilm X100F, Fujifilm X-T100, Nikon D5500 und Nikon D750. Mehr noch als von vorne ist der Grössenunterschied der Kameras von oben zu sehen:

Aus dieser Sicht fällt das Zoom-Objektiv der GX9 durch seine kleinen Abmessungen auf. Das Standardzoom der (rechts von der GX9) liegenden Fujifilm X-T100 hat einen vergleichbaren
Brennweiten-Umfang, ist aber schon praktisch doppelt so gross. Und der Vollständigkeit halber noch die Ansicht von hinten:

Trotz aller Robustheit: wasserdicht ist das Gehäuse der GX9 nicht, und so ist gerade bei Reisen und Street (wofür das kompakte Gehäuse ja prädestiniert wäre) etwas Vorsicht geboten: ein paar Tropfen feinen Nieselregens machen nach meiner Erfahrung keiner Kamera etwas aus, strömender Landregen oder fliegende Gischt sind für nicht abgedichtete Kameras dann aber doch schnell tödlich.

Sehr gut gelöst ist der An- und Ausschalter: eigentlich ist für mich alles ein No-Go, was kein Schalter um den Auslöser herum ist, weil der Zeigefinger dort sowieso liegt und die Kamera ohne Sichtkontakt eingeschaltet werden kann, während man sie zum Auge hebt. Panasonic hat den Ein- und Ausschalter an die Hinterkante geschoben: so kann er immer noch mit der rechten Hand, jetzt mit dem Daumen, einigermassen intuitiv eingeschaltet werden, ohne dass man den Schalter suchen oder die linke Hand zur Hilfe nehmen muss, wie das bei vielen Olympus- und Canon-Modellen der Fall ist.

Aber schauen wir uns kurz alle Seiten der Kamera an, bevor wir zu einigen Details kommen.

Die Oberseite

Die Oberseite sieht sehr sauber und einfach aus, sie ist jedoch dicht gepackt: Links (immer vom Fotografen aus gesehen) befindet sich der Sucher, der um 90° nach oben geschwenkt werden kann. Rechts davon ist das Symbol für die Position der Filmebene eingraviert, dann folgt der Blitzschuh. Letzterer ist für mich nicht so sehr für externe Blitzgeräte interessant (die benutze ich nur in Ausnahmefällen), sondern vor allem für die Nutzung des Funkauslösers meiner Elinchrom-Studioblitzanlage. So ist die GX9 auch für Studiofotografie nutzbar, was vor allem in Kombination mit den sehr scharfen Festbrennweiten interessant ist, die Panasonic in Zusammenarbeit mit Leica baut.

Rechts neben dem Blitzschuh liegt schön bündig versenkt und optisch sauber der kleine integrierte Blitz, der mit einem entsprechenden Knopf auf der Rückseite der Kamera aktiviert werden kann.Ganz rechts schliesslich findet sich der Auslöser, umgeben vom vorderen Einstellrad, hinten der rote Start-Stopp-Knopf für Video, umgeben vom Einschalthebel der Kamera, sowie ein doppeltes Einstellrad: oben der Betriebsmodus (PASM und die Auto- und C-Modi), unten die Belichtungskorrektur.

Letzteres erfreut mich besonders: wenn die Belichtungskorrektur per Einstellrad bei wenig Licht auch schwer zu sehen ist, so ist sie unter den meisten Umständen mit einem mechanischen Drehrad doch am einfachsten einstellbar. Das Knopf-drücken-und-Rad-drehen der Nikons ist mit etwas Gewöhnung zwar kein Problem, den Korrekturwert auf dem kleinen Bildschirm oder im Sucher zu kontrollieren jedoch nervt, wenn es auch ein einfacher Blick auf ein grosses Rad täte.

Die Rückseite

Die Rückseite der GX9 ist gepflastert mit Schaltern, genauer 12 Tasten, einem Schalter und einen Drehrad. 3 Dieser Tasten, mit Fn1 bis Fn3 kennzeichnet, lassen sich mit individuellen Funktionen belegen, die Auswahl umfasst praktisch alles, was an der GX9 überhaupt einstellbar ist.

Der Umschalter oben in der Mitte steuert die Autofocus-Funktion: AFS und AFF, AFC oder MF, also manuelle Scharfstellung. AFS ist klar, einmal scharfgestellt bleibt die Schärfe dort, wo sie liegt.

AFF ist der „flexible“ Autofocus: AFS, solange sich nichts bewegt, schaltet jedoch auf Nachführung und Vorausberechnung um, sobald sich das Subjekt im Bild bewegt. AFC schliesslich ist die ständig nachführende Variante, interessant vor allem für Sport und Kinder.

Die sonstigen Tasten sind eindeutig beschriftet und vernünftig zu bedienen. Das Drehrad oben rechts auf der Rückseite ist ebenfalls mit dem Daumen perfekt zu bedienen, die Funktion hängt von der aktuellen Belichtungsart ab (Automatik, Zeit- oder Blendenautomatik und Manuell), entsprechend wird dann die Zeit, die Blende oder der Programm-Shift (die gemeinsame Verschiebung von Zeit und Blende im Automatik-Modus).

Im Grunde kann man sagen, dass die GX9 dermassen umfangreich konfigurierbar und einstellbar ist wie praktisch alle professionellen oder semiprofessionellen DSLRs und Systemkameras, auf kleinstem Raum, aber solide gelöst.

Die linke und rechte Seite

Die linke Schmalseite ist einfach leer, nichts, nada, nur zum Greifen gedacht. Rechts dagegen findet sich ein kleines Fach mit einem interessanten Verschluss: anders als üblich kann man dieses nicht einfach aufschieben (und damit auch kaum versehentlich öffnen), sondern man muss hinten drücken und vorne anheben, dann gleitet es auf. Eigentlich toll gemacht, allerdings ist der Deckel schon so klein, dass man mit den Fingernägeln genau pfriemeln muss, um das schnell und sauber zu schaffen. Egal, gut gelöst ist es trotzdem, und brauchen tut man es auch nicht so oft, weil sich hinter der kleinen Klappe der HDMI-Anschluss, vor allem aber USB-Anschluss befindet, wobei mit letzterem die Kamera geladen werden kann, ohne das der Akku entfernt werden muss. Das liebe ich: heimkommen, Kamera ans Ladekabel hängen wie das Smartphone, und einfach abziehen, wenn die Leuchte ausgeht. Einfacher geht es kaum, und für den zweiten oder dritten Akku gibt es immer noch das externe Ladegerät, das lobenswerterweise auch mitgeliefert wird.

Die Unterseite

Unten an der Kamera befinden sich neben dem Stativgewinde (jawoll: mittig in der Objektiv-Achse, wie es sein soll!) die Klappe zu Akku und SD-Speicherkarte. Letzteres ist eine Unart der sehr kompakten Kameras, ich ziehe ein seitlich angebrachtes Kartenfach vor, aber wer hört schon auf mich… Natürlich gibt es auch kein doppeltes Kartenfach, man muss sich auf die eine Karte verlassen, aber zumindest liegt die Klappe so weit seitlich, dass sie mit meinen kleinen Stativ-Adaptern nicht überdeckt wird, die Karte und der Akku also auch gewechselt werden können, wenn die Kamera auf dem Stativ steht.

Der Sucher

Kommen wir zu den eigentlich grossartigen, im Detail aber auch haarigen Elementen der GX9. Der Sucher an sich ist bei der Kamera-Grösse eine tolle Leistung, mehr noch, weil er schwenkbar ist: vor allem für Street- und Candid-Fotografie, wo man nicht zu offensichtlich den Leuten die Kamera ins Gesicht halten will, kann der Sucher bis 90° nach oben verstellt werden, so dass man nach unten schaut. So ist auch eine Aufnahme in Bodennähe möglich, ohne dass man den Bildschirm benutzen muss, wenn z.B. die Sonne so hell scheint, dass man eh nichts darauf sieht.

Der grosse Nachteil des Suchers ist jedoch für mich persönlich, dass er sehr klein ist. Zudem verfügt er nur über einen relativ kleinen gummierten Rand, was bei hellem Sonnenlicht dazu führen kann, dass so viel Licht aus der Umgebung auf dem Okular reflektiert, dass ich durch den Sucher genauso wenig sehe wie auf dem Monitor. Für die Grösse der Kamera geht der Sucher sicherlich in Ordnung, besser als gar keiner, für jemanden, der viel fotografiert und die grossen Sucher der Vollformat-DSLRs oder auch der Spiegellosen wie einer Fujifilm X-T2 gewohnt ist, nicht mehr als eine Notlösung.

Optimieren lässt sich der Sucher jedoch mit dem separat zu erwerbenden Teil DMW-EC5, einer grösseren Gummi-Auflage, die den Sucher besser abschirmt und eine gute Auflage für die Brille oder das Auge bietet. Schade, dass das Teil nicht gleich serienmässig geliefert wird, aber immerhin gibt es die Möglichkeit der Optimierung.

Der Monitor

Der Monitor ist berührungsempfindlich und beweglich, bietet also alles, was man sich so wünschen kann. Mit einer Ausnahme: er kann nur auf und ab bewegt werden, nicht seitlich, wie das bei einigen Kameras der Fall ist. Ich gehöre zu einer Minderheit, die oft mit dem Stativ im Hochformat arbeitet, dann wäre es schön, den Monitor auch im Hochformat bewegen zu können.

 

Die Funktionen des Monitors sind enorm: von der Wasserwaage über die Scharfstellung bis zum individuellen Menü, er lässt sich für alles gebrauchen. Über die Touch-Funktion können sowohl die Menüs bedient werden, als auch der Autofocus. Mehr dazu unten im Erfahrungsteil, denn dieses Thema ist nicht ganz unproblematisch.

Das Menü – Einstellungen und Möglichkeiten

Das Menü der Panasonic ist einfach riesig: da sich enorm viel einstellen lässt, besitzt es auch entsprechend viele Positionen. Dennoch ist das System sehr übersichtlich, zudem lässt sich sowohl ein individuelles Menü zusammenstellen, dass auch automatisch als Standard-Menü aufgerufen werden kann, als auch eine Einstellungs-Übersicht auf dem Bildschirm zusammenstellen, die alle Punkte enthält, die man persönlich am häufigsten braucht. Die gesamte Struktur gefällt mir wesentlich besser, als ich es z.B. bei den ersten Sony A7 hatte, man muss sich aber bewusst sein, dass man einige Zeit für die vollständige individuelle Konfiguration benötigen wird, bis alles so funktioniert, wie man es für den persönlichen Gebrauch benötigt.

Spezielle Funktionen

Neben allen regulären Einstellmöglichkeiten besitzt die GX9 noch eine Reihe von Spezialfunktionen, auf die ich hier jedoch nicht näher eingehen werde. Wer sie braucht, der kann die Details dazu im online abrufbaren Handbuch der Kamera nachlesen. Dazu gehören eine 4K-Fotofunktion, bei der Bilder mit 30 Bildern / Sekunde aufgenommen werden, was vor allem für unvorhersehbare schnelle Ereignisse interessant ist. Das beste Bild kann dann herausgesucht und gespeichert werden.

Ein Schärfe-Stacking, also das Zusammensetzen eines finalen Bildes aus vielen Bildern mit wandernder Schärfe-Ebene, ermöglicht vor allem bei Makro-Aufnahmen eine enorme Schärfentiefe, die rein optisch mit einem Bild nicht möglich wäre.

Interessant ist auch die automatische Zusammensetzung eines Bewegungsablaufes (z.B. ein Turner beim Salto), wo mehrere Fotos zu seinem Bild zusammengefügt werden, das den Turner mehrfach zeigt, während der Hintergrund statisch bleibt. Hierfür braucht man in der Regel jedoch ein Stativ.

Es gibt noch mehr derartige Möglichkeiten, aber wie gesagt, ob man sie braucht, das muss jeder für sich entscheiden, die Beschreibungen dazu finden sich aber im Online-Handbuch.

Objektive – die Standardobjektive im W-Paket

Die GX9 wird in diversen Kits mit und ohne Objektiv verkauft. Ich habe von www.digitec.ch das aus meiner Sicht komplette Paket erhalten: die Kamera zusammen mit den beiden Zooms 12-32 mm und 35-100 mm. Auf Vollformat übertragen entspricht das 24 – 64 mm und 70 – 200 mm Brennweite, vom guten Weitwinkel bis zum klassischen Tele-Zoom. Vor allem die 24 mm am weiten Ende sind interessant: nur wenige der Kit-Zooms fangen so weit an, gerade für die Reise ist diese Brennweite für mich jedoch unabdingbar.

Erstaunlich ist vor allem die Grösse der Objektive: das 12-32 mm Standardzoom ist im Ruhezustand ein echtes Pancake-Objektiv, winzig klein, während das 35-100 mm, das immerhin einem 70-200 mm Telezoom im Vollformat entspricht, nicht einmal so gross ist wie Nikons kleinstes Standard-Zoom 18-55 mm für die kleinen DX-DSLRs.

Diese Kombination ist auch der für mich wichtigste Aspekt: ein wirklich extrem kompaktes System, das einen grossen Brennweitenbereich abdeckt, aber qualitativ auch anspruchsvolle Fotografen zufrieden stellt. Denn die Kamera mit zweitem Objektiv passt in ein Täschchen, in dem ich sonst nur meine Fujifilm X100F plus Ersatzbatterie transportiere.

Die Objektive haben einen direkten mechanischen Zoom, lassen sich daher gut greifen und einstellen. Nervig ist alleine der Start: um Fotografieren zu können, muss der Zoomring aus einer Ruheposition, in der die Objektive eben auch winzig klein sind, in eine Arbeitsposition gefahren werden. Einfach nur die Kamera einschalten, damit ist es nicht getan, es muss auch immer das Zoom „eingeschaltet“ werden. Auf dem Monitor wird man darauf hingewiesen, nerven tut es trotzdem.

Die Bildqualität beider Objektive ist sehr gut: es sind keine billigen Kit-Objektive, sondern vollwertige Reise-Zooms. Das kleine Standard-Objektiv kommt ohne Streulichtblende, das Telezoom hat sie serienmässig mit dabei. Die Streulichtblende kann verkehrt herum auf dem Objektiv befestigt werden für den Transport, leider funktioniert das Einrasten nicht sehr sauber, es ist immer wieder mühsam, den richtigen Punkt zu finden, an dem man die Blende sauber verriegeln kann. Ob das der kleinen Grösse geschuldet ist oder der Konstruktion des Bajonetts kann ich nicht sagen, perfekt ist es nicht. Andererseits: Hauptsache, es gibt die Streulichtblende, und Hauptsache, man kann sie so platzsparend befestigen.

Wem das Doppelzoom-Paket nicht gefällt, für den gibt es Alternativen: im fertigen Paket mit dem Allround-Zoom 14-140 mm, was im Vollformat 28 – 280 mm entspricht, oder auch das 12-60 mm f/2.8-4, das hohe Lichtstärke mit einem vernünftigen Brennweitenbereich verbindet. Und dann kann man natürlich auch das Gehäuse alleine kaufen und es mit den wunderbaren Festbrennweiten ergänzen, die es von Panasonic und Olympus gibt, wie z.B. das 25 mm f/1.4 Summilux aus der Zusammenarbeit mit Leica.

Praktischer Einsatz – Eindrücke

Endlich bin ich mit dem technischen Kram durch! Es ist immer schwer, bei solch extrem gut ausgestatteten Kameras die Grenze zum Handbuch nicht zu überschreiten: einerseits will ich einen Überblick über die Möglichkeiten geben und dem Leser die vielseitigen Möglichkeiten der Kamera vermitteln, andererseits darf der Bericht nicht zu einer endlosen Auflistung technischer Daten verkommen, dann hätte ich auch gleich einfach das Handbuch verlinken können. Jedenfalls sind Sie jetzt endlich im fotografischen Leben angekommen, ich freue mich, dass Sie bis hierher durchgehalten haben.

Ich habe die Kamera überall mit hingenommen, wo ich sonst entweder meine D750 Vollformat-Nikon dabei gehabt hätte, oder alternativ die Fujifilm X100F, die kleine APS-C-Kamera mit Festbrennweite, die ich vor allem bei Events oder bei Ausflügen ohne eigentliche Foto-Ziele einsetze.

Der wichtigste Punkt zuerst: technisch gibt es in den meisten Fällen absolut keinen Grund, mehr als diese kleine Kamera mitzunehmen. Denn das ist ihr grösster Vorteil: ich hatte sie dabei, wenn es etwas zu sehen gab, und ich hatte sie mit einem enormen Brennweiten-Umfang dabei, so dass ich, anders als mit der Fujifilm X100F, schnell das Objektiv wechseln konnte und so von 24 mm Weitwinkel auf 200 mm Tele mit einer minimalen und leichten Ausrüstung gekommen bin.

RAW und der Sensor

Ich fotografiere grundsätzlich und ausschliesslich im RAW-Format, und ich nutze den Belichtungsspielraum und den Dynamikumfang der Sensoren in der Nachbearbeitung sehr stark aus: Gegenlichtaufnahmen, in denen ich dunkle Elemente im Vordergrund um 3-4 Blenden (EV’s) nach oben ziehe, absichtlich unterbelichtete Aufnahmen, um Bewegungsunschärfe durch kürzere Verschlusszeiten zu vermeiden und solche Dinge. Der Sensor der GX9 hat mich hier überrascht: hatte ich Probleme mit hohen ISO-Werten, beim Dynamikumfang oder beim Rauschen erwartet, sie sind nicht aufgetreten. Für seine Grösse liefert der Sensor eine fast schon unheimlich gute Leistung ab. Und auch wenn bei höheren ISO das Rauschen zunimmt: es wirkt nicht sehr störend, vor allem aber werden feine Details im Bild nicht zerstört oder verwaschen dargestellt.

Dazu kommt, dass die kleine GX9 als spiegellose Systemkamera natürlich auch extrem leise ist. Gerade an Events und im feierlichen Rahmen ist man mit dieser Kamera praktisch unsichtbar. Ernst genommen wird man damit jedenfalls nicht, im positiven Sinne, dass man nicht ständig mit lautem Spiegelschlag oder monströsen Objektiven ungewollt die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich zieht.

Bis hier hin muss der Leser nun den Eindruck haben, man könne getrost alle anderen Kameras in die Entsorgung bringen, die GX9 sei so perfekt, dass man auch angesichts der Objektivpalette, die Panasonic und Olympus anbieten, auf jede Alternative verzichten könne.

Dem ist leider nicht ganz so.  Allerdings, das muss man ganz klar sagen, liegen die meisten Kritikpunkte im eher persönlichen Bereich. Schauen wir uns das mal näher an.

Kritik

Die rein sachlichen habe ich bereits erwähnt: die Kamera ist nicht gegen Regen und Staub abgedichtet, was gerade bei einer Reisekamera etwas unverständlich ist (andererseits: Preis und Grösse wären dann wohl kaum haltbar).

Weiter habe ich bereits die Grösse des schwenkbaren Suchers erwähnt, der zumindest für mich nur mit einem separaten Aufsatz von Panasonic vor allem bei Sonne vernünftig zu benutzen ist.

Über die Notwendigkeit, die beiden Kit-Objektive erst „einschalten“ zu müssen, d.h. aus der Ruheposition drehen, habe ich ebenfalls bereits geschrieben. Das ist insofern kein Problem, als es vor allem bei den „besseren“ Objektiven die reguläre Bedienung ohne separates Einschalten gibt. Dafür sind sie in der Regel jedoch grösser und schwerer, allerdings auch optisch hervorragend und lichtstärker.

Beim Autofocus, der ansonsten sehr schnell und zuverlässig funktioniert, fehlt mir persönlich ein Joystick, wie ihn einige neuere Kameras haben: ich bin Linksauge, schaue also mit dem linken Auge durch den Sucher, der zudem ganz links am Gehäuse positioniert ist. Mit aktivem Touchscreen führt das dazu, dass ich mit der Nase den Focuspunkt verschiebe. Gerne würde ich den Bildschirm abschalten und den Focuspunkt über einen solchen Joystick mit dem Daumen verschieben, den gibt es aber nicht. Und ohne Touchscreen ist die Positionierung des aktiven AF-Feldes über die Cursor-Tasten so mühsam wie in alten Zeiten. Was umso bedauerlicher ist, als die GX9 in praktisch allen sonstigen Punkten absolut auf der Höhe der Zeit ist.

Konfiguration

Was manchen nervt, das ist für mich der Himmel auf Erden: die Konfigurierbarkeit einer Kamera. Die GX9 kann man aus der Schachtel holen und einfach drauf losknipsen, kein Problem. Aber: wer das volle Potential der Kamera einerseits, die optimale Anpassung an das eigene Arbeiten andererseits tatsächlich nutzen will, der kommt kaum darum herum, sich mit einer grossen Kanne Tee oder Kaffee, einem frisch geladenen Akku und dem Handbuch mal in Ruhe ein schattiges Plätzchen zu suchen und die Kamera Schritt für Schritt an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Und das ist in einem Umfang möglich, wie ich es bei einer so kompakten Kamera nicht für möglich gehalten hätte.

Handling

Trotz ihres kleinen und handlichen Formates ist die Bedienung der Kamera sehr einfach und direkt. Dank dem kleinen Griffwulst vorne und dem Daumenhaken hinten lässt sie sich gut halten, die Östen für den Gurt oder die Handschlaufe sind von exzellenter Qualität.

Gut gelöst ist aus meiner Sicht die Konfigurierbarkeit der Kamera: durch den direkten Zugriff auf die Belichtungskorrektur über das dedizierte Wählrad, die beiden Räder vorne und hinten sowie die klar beschrifteten Tasten auf der Rückseite ist man als etwas ernsthafterer Fotograf relativ schnell in seinem Element. Wichtig ist es, wie schon geschrieben, einmal zu Beginn ausführlich Zeit mit der Konfiguration zu verbringen und alle für einen selbst relevanten Funktionen so zuzuordnen und einzustellen, dass ein flüssiges Arbeiten ohne ständige Suche nach Menüpunkten möglich ist.

So klein das Gehäuse ist, es ist trotzdem gut ausbalanciert. Beide Kit-Objektive sind sehr klein und leicht, so dass der Schwerpunkt immer nahe beim Gehäuse liegt und so auch einhändiges Fotografieren dank des Bildstabilisators problemlos möglich ist. Da das Anti-Wackel-System im Gehäuse integriert ist, funktioniert es auch mit allen nicht stabilisierten Objektiven, namentlich den hochlichtstarken Festbrennweiten, hervorragend.

Interessant ist vor allem für Natur- und Wildlife-Fotografen die Tatsache, dass der kleine Sensor zu kleinen und relativ günstigen Objektiven im Bereich extremer Brennweiten führt: wo sonst gibt es ein Objektiv wie das Panasonic 100 – 400 mm Leica Vario Elmar, das einer Brennweite von 200 – 800 mm (!) entspricht, das noch nicht einmal 1 ganzes kg wiegt und weniger als CHF 1’500 kostet? Eine solche Linse im Vollformat liegt bei mehreren Kilo Gewicht und Preisen, für die man sich einen guten Kleinwagen leisten könnte.

So ist das für mich faszinierendste am MFT-Format im Allgemeinen, an der GX9 aber im Speziellen der vollständige Systemgedanke, die Möglichkeit, sich wie bei Nikons oder Canons Spitzenmodellen perfekt auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnittene Werkzeuge zusammenstellen zu können, von der Konfiguration der Kamera über die enorme Vielfalt der teils extrem hochwertigen Objektive bis hin zur Anbindung von Studioblitzen, gleichzeitig mit allen (von mir nicht genutzten) Möglichkeiten des Filmens (Video). Und das alles in Grösse und Gewicht, die unter denen der kleinsten Plastik-Einsteiger-DSLRs der Konkurrenz liegen.

Subjektive Bewertungspunkte

Positiv

  • Bildqualität
  • 5-Achsen-Stabilisator im Gehäuse
  • Qualität von Gehäuse, Objektiven
  • Physisches Einstellrad für Belichtungskorrektur
  • Zwei Wählräder (vorne / hinten), keine Mehrfachbelegungen
  • Konfigurierbarkeit
  • Schwenkbarer Sucher und Monitor
  • Systemumfang (Objektive, Anzahl und Qualität)

Kritikpunkte

  • Keine Abdichtung gegen Wasser, Staub
  • Schwenkbarer Sucher zu klein, nur mit Zusatz gut nutzbar
  • Kein AF-Joystick für schnelle AF-Positionierung ohne Touchscreen
  • Kit-Objektive müssen „eingeschaltet“ werden
  • Standard-Zoom 12-32 mm kommt ohne Streulichtblende
  • Durch Sensorgrösse bedingte Grenzen hoher ISO-Werte

Fazit

Zusammenfassend muss ich sagen, dass mich die Panasonic DC-GX9 mehr als überrascht hat. Die Bildqualität einerseits, vor allem aber die Qualität, den Funktionsumfang und die Konfigurierbarkeit der Kamera selber. Aus meiner Sicht ist MFT ein weit und oft unterschätztes System: die alte Weisheit, dass Sensorfläche durch nichts zu ersetzen ist als durch noch mehr Sensorfläche, mag zwar im rein technischen Sinne stimmen. Grosse Sensoren haben jedoch auch Nachteile, nämlich grosse Objektive, da ein entsprechender Bildkreisdurchmesser mit Licht zu füllen ist. Und damit nehmen auch Gewicht und Kosten gewaltig zu.

Die für mich zentrale Frage bei der Systemwahl im Hinblick auf die Sensorgrösse ist folgende:

Benötige / bevorzuge ich hohe Schärfentiefen, will ich z.B. dass bei Gruppenaufnahmen sicher alle scharf abgebildet werden? Bin ich froh, bei Fotos mit dem langen Teleobjektiv den ganzen Raubvogel sicher scharf zu bekommen? Oder spiele ich gerne mit sehr flachen Schärfeebenen, minimaler Schärfentiefe, bei Portraits vor allem? Im ersteren Fall fahre ich mit MFT bestens, denn der kleine Sensor führt zu kleinen Brennweiten, kleine Brennweiten zu grösseren Schärfentiefen. Im zweiten Fall sollte ich mir doch die grösseren Sensoren und lichtstarke Festbrennweiten anschauen.

Hat man sich einmal für das MFT-System entschieden, dann ist die eigentliche Kamera eher eine Frage des persönlichen Geschmacks. Panasonic ist auf der Video-Seit stark, die Kameras ähnlich wie die von Sony im APS-C-Bereich eher moderne Maschinen, während die MFT-Alternative Olympus eher den Liebhaber klassischer Gehäuse anspricht. Die GX9 von Panasonic ist dabei ein guter Kompromiss aus beiden Welten: klassisch bedienbar mit den Dreh- und Einstellrädern, gut zu konfigurieren, für den Foto- wie Videografen gleichermassen bestens geeignet.

Alternativen

Wer sich mit MFT im Allgemeinen, mit der GX9 im Speziellen befasst, der dürfte kaum eine Nikon D5 als mögliche Alternative betrachten. Kompaktheit, Preis, Video, Verfügbarkeit an hochwertigen Objektiven, das dürften die zentralen Kriterien sein.

Im Bereich klassischer Fotografie ist das vor allem Fujifilm: ebenfalls sehr kleine, hochwertig verarbeitete Kameras wie die sehr kleine X-E3, hochwertige Festbrennweiten und Zooms, dazu ein etwas grösserer, sehr guter Sensor. Neben der Tatsache, dass die Objektivauswahl vor allem im langen Tele-Bereich nach wie vor zu wünschen übrig lässt und Kameras wie Objektive verglichen mit MFT immer noch einiges grösser sind, fehlt bei den meisten Fujifilm-Kameras vor allem das Anti-Wackel-System im Gehäuse. Die schönsten Objektive von Fujifilm sind Festbrennweiten, gerade die besitzen jedoch allesamt keine Anti-Wackel-Technik. Wer oft bei weniger Licht fotografiert, an Anlässen, Festen, oder auf Reisen ohne Stativ auskommen will, für den könnte das ein gravierendes Kriterium sein. Dazu wird bei Fujifilm das Thema Video vollkommen stiefmütterlich behandelt. Für Fujifilm sprechen dagegen die hervorragende Bildqualität, das klassische und durchdachte Bedienkonzept sowie die Tatsache, dass auch ältere Kameras und Objektive immer wieder via Firmware-Update auf einen aktuellen Software-Stand gebracht werden.

Ein weitere direkte Alternative ist Sony mit den Modellen der 5000er und 6000er-Serie. Mit grösseren Sensoren (APS-C), einer hohen Kompetenz im Video-Bereich sowie ihren ebenfalls extrem kleinen Gehäusen entsprechen sie vor allem den Panasonic-Modellen. Nachteile sind eine nach wie vor sehr unübersichtliche und komplexe Menü-Struktur, eine nach wie vor übersichtliche Anzahl an Objektiven und teilweise sehr hohe Preise.

Abschluss

Anders als zu Beginn erwartet habe ich es bedauert, die Kamera nach rund 4 Wochen intensiver Nutzung an digitec.ch zurückschicken zu müssen. Ich muss mich nun wieder zwingen, die grosse DSLR über die Schulter zu werfen, wenn ich mit den Hunden gehe, während die kleine Panasonic fast automatisch immer dabei war.

So sehr ich meine Fujifilm X100F als klassische immer-dabei-Kamera liebe: bei gleicher Grösse nicht nur eine perfekte Kamera, sondern auch noch Objektive mit einem so enormen Brennweitenbereich dabei zu haben, das ist speziell für Ungeplantes, für Wanderungen und kleine Reisen ein enormer Vorteil. Vor allem unter diesem Aspekt ist MFT eine Alternative, wie ich sie bis zu diesem Test kaum für möglich gehalten hätte.

Vielen Dank an digitec.ch für die Überlassung der Kamera!